Luan Prabang, letzte Geheimnisse und Abreise, 16. Februar

Träume nachts so schön von Wasserfällen. Es ist kühl, das Wasser rauscht und rauscht. Aber es hört einfach nicht auf zu rauschen. Bis ich wach werde und die „Katastrophe“ erkenne. Der Schlauch zum Wasserhahn des Waschbeckens ist mitten in der Nacht geplatzt und das Wasser schießt unter dem Becken heraus, von wegen Wasserfall.
Es gibt einen Absperrhahn und das Bad hat sowieso Bodenentwässerung.
Repariert sieht es dann so aus. Wasserhahn abgeklemmt, es war nur noch ein Duschkopf zum anschrauben da.
Funktioniert auch, man darf nur nicht so doll aufdrehen, sondt ist die Hose nass.

Jetzt habe ich endlich einen Plan für Laos. Die Highlights sind hier kreuz und quer verteilt im Land und liegen mitunter weit auseinander. Ich müßte also oft immer hin und wieder zurück fahren. Ich bin ja nun schon in der Mitte des Landes angekommen. Im Norden (Phongsaly) und im Hochland, z.B. Phonsavan, ist es mir echt zu kalt, 10 Grad und darunter. Das reicht mir noch von Sa Pa. Ich brauche jetzt Sonne.
Ich denke ich werde Richtung Süden ziehen und nicht wie ursprünglich von Vientiane nach Bangkok fahren, sondern von Pakse am untersten Zipfel nach Thailand reisen.
Dann verpasse ich zwar das Elefantenfestival in Xayaboury, aber das liegt einfach zu weit westwärts. Hin und zurück würden ja fast eine Woche dauern.

Heute habe ich es geschafft. Ich bin tatsächlich kurz nach 5:00 Uhr morgens aufgestanden. Denn ich will früh in der Stadt sein. Um 6:00 Uhr kommen die Mönche im Gänsemarsch aus ihren Klöstern und Tempeln heraus. Sie laufen die Straßen in der Umgebung entlang, um von den Einheimischen Reisspenden zu erhalten. Jeder Mönch hat eine Umhängetasche mit einem Topf für den Reis darin. Er hält ihn hin, macht den Deckel auf und bekommt eine Kelle Reis hinein, Deckel zu, weiter zum Nächsten.
Alles läuft vollkommen ruhig ab. Nicht ein Wort wird gesprochen.
Das Ganze dauert auch nicht lange und alle Mönche sind in derselben Reihe auch wieder in ihren Tempeln verschwunden.
Die heiligen Männer bedanken sich nicht für die Essensgabe. Nein, dankbar müssen die Spender sein. Erhalten sie doch die Gelegenheit etwas Gutes zu tun und dadurch die Chance, ihr Karma zu verbessern. Mit einem guten Karma steigt die Chance, nicht als Froschlurch wiedergeboren zu werden, sondern vielleicht als Elefant, Tiger oder am Besten ebend: Als Mensch.

Wie es einen Nachtmarkt gibt, so gibt es übrigens auch einen Morgenmarkt. Hier wird alles angeboten was man zur Essenszubereitung für den Tag so braucht. Frische Kräuter, Gemüse, Obst, Fleisch, Gewürze…..


Wichtiger Gesundheitshinweis: Mit dem Fischkauf nicht bis Mittag warten! Die Sonne scheint hier zuverlässig.

Danach haue ich mich aber nochmal aufs Ohr. War doch noch zu früh.
Ausgeruht mache ich mich später dann noch einmal auf den Weg in die Stadt, will noch ein paar schöne Orte entdecken und Geschäfte gucken.
Diesen Ort hier z.B., auf der anderen Seite des Nam Khan, über eine wacklige Bambusbrücke zu erreichen.


Wundervolles Cafe über dem Fluß, unter schattigen Bäumen gelegen. Bei dieser Hitze ist Schatten besonders wichtig.
Hier bleibe ich eine Zeitlang. Döse vor mich hin, gucke Leute. Lese, schlafe fast und sehe dem Fluß beim Fließen zu. Sehr entspannend.
So muß Rente sein. 😉

Das ist übrigens das Kinderkulturzentrum. Ein laotisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt, jaha.

Sehe mir noch die alten französischen Wohnhäuser am Mekong an und sitze kurz darauf schon wieder im Cafe. Aber ich habe es vorher noch geschafft eine Fahrkarte für den Bus nach Vang Vieng morgen, zu kaufen.

Uih! Ist das nicht toll? Sonnenuntergang am Mekong.

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