Vientiane, Die Hauptstadt und zurück am Mekong, 21. bis 23. Februar 2017

Richtig. Vientiane ist die Hauptstadt von Laos. Nicht besonders schön anzusehen oder so vom altem Indochinaflair behaftet wie Luang Prabang. Hier macht sich die Moderne daran, die Macht zu übernehmen.
Es ist eine Stadt im Wandel. Bis jetzt ging es hier eigentlich noch recht beschaulich zu, mit gerade einmal 750.000 Einwohnern. Aber Vientiane boomt. Überall schießen Hochhäuser aus dem Boden. Banken, Geschäftshäuser, die ersten Shoppingmalls in Laos sehe ich hier, internationale Niederlassungen, Handelsvertretungen. Wenn die Stadt weiter so wächst, wird Vientiane bald zu den anderen asiatischen Metropolen in der Region aufgeschlossen haben.

Der wichtigste Treffpunkt abends ist die Uferpromenade am Mekong. Hier tummeln sich Einwohner und Touristen, Pediküresalons auf Fahrrädern und mobile Massagesalons.
Ein endlos langer Nachtmarkt zieht sich parallel zum Fluß dahin. Verkauft werden Textilien, Schuhe und nochmal Klamotten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nicht teuer. Es kommt aber alles meist aus Thailand oder Vietnam.
Am gegenüberliegendem Ufer liegt übrigens schon Thailand. Verbunden über die „Brücke der Freundschaft“ ( Man ging nicht immer freundschaftlich miteinander um. Daher jetzt der eher beschwörende Name.) mit der laotischen Seite des Mekong.


Es wird gejoggt, gewalkt, an Sportgeräten im Park trainiert und Zumba ist hier scheinbar der Volkssport. In mehreren großen Gruppen und mittels lauter, popiger Musik wird hier Gymnastik betrieben.

Hinter der Promenade stehen sie noch, die alten zweistöckigen Villen aus französischer Zeit.
Hier sind auch die meisten Restaurants und Lokale. Ich finde ein belgisches Lokal mit 100 verschiedenen Biersorten. Daran kann ich natürlich nicht vorbeigehen. Aber teuer.
Später lande ich noch in Chinatown. Das ist eine Ansammlung von kleinen Strassenbars und Lokalen, in denen chinesisches Esssen zu günstigen Preisen serviert wird. Die Chinesen sind hier als Touristen in der Überzahl.

Am Dienstag, 21. Februar, steht Stadtbesichtigung auf dem Programm.
Vorher Frühstück. Nudelsuppe gibt Kraft. Viele Kräuter und Gemüse ist wieder dabei. Hmmh!

Wichtigster Punkt: Laos‘ Nationalsymbol. Das That Luang, heiligster Ort des Landes. Buddha selbst soll hier gewesen sein und den Bau eines Schreins vorhergesagt haben.
Na ja, schön golden. Viele Tempel drumherum. Aber es ist unerträglich heiß und kein Schatten weit und breit, so dass ich mich nicht lange hier aufhalte.


Hab‘ ich doch tatsächlich knallhart und zielgerichtet den TukTuk-Piloten von 40.000 auf 25.000 runtergehandelt. Ich glaub‘ ich bin schon ein richtiger Asianprofi. 😉

Weiter geht es zum Patuxai, dem Siegestor. Die laotische Antwort auf den Pariser Arc de Triomphe. Errichtet in den 60’er zum Gedenken an die gefallenen königlichen Soldaten.
Man kann innen hinaufsteigen und hat dann einen guten Ausblick über die Stadt.

Der protzige Präsidentenpalast.

So, erstmal genug Sightseeing. Ich flüchte vor der Hitze. Wieder ein Tempel, aber diesmal ist es ein klimatisierter Einkaufstempel.
Abends wird es erträglicher und was soll ich anderes machen, als an der Uferpromenade entlangzuflanieren. Treffe die beiden Chinesinnen vom Kajakausflug in Vang Vieng wieder. Auf dem Foto ist nur eine zu sehen, die andere war schwer smartphoneabhängig und am Dauertippen.



Die sitzende Frau auf dem einen Foto hält ein Mikrofon in der Hand und hat sehr schön gesungen. Die vorbeigehende Leute waren auch begeistert und ständig flatterten Geldscheine in ihren Sammeltopf. Lief nicht schlecht für sie.

Mittwoch, 22.2.
Sehe mir heute, nach einem späten Start in den Tag, immer schön langsam, das Nationalmuseum an.
Allerdings gibt es dort, nicht viel zu entdecken. Es ist einfach und schlicht gehalten, die Vitrinen scheinen älter als die Ausstellungsstücke darinnen. Laos ist kein reiches Land. Man sieht es.
Am Ende des Rundgangs, wenn man aus dem Mittelalter in der Neuzeit angekommen ist, ist es auch sehr von Parteipropaganda und kommunistischer Heldenverehrung geprägt.


Gegenüber steht das von China gestiftete Kulturforum. Ein kolossaler, farbenfroher Bau.

Lasse den Tag vergehen. Trinke sehr leckere, wirklich frisch hergestellte Fruchtsäfte, mit Eis. Das Beste an so einem heißen Tag. Papaya, Limette, Ananas, Mango, Orangen und Apfel werden mit Eis verquirlt.
Abends sitze ich noch lange Zeit in einem Restaurant am Nam Phou Brunnen. Dort zieht Livemusik die Gäste an.

Am Donnerstag, 23., geht’s nun endlich weiter. Fahre mit dem Nachtbus nach Pakse, ganz im Süden des Landes.
Allerdings muß ich heute noch den Tag bis zum Abend rumbringen. Zu sehen gibt es hier nicht mehr viel. Werde mich ins Hotel setzen und lesen.

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