Vang Vieng und Vientiane, 19. und 20. Februar 2017

Heute mache ich mich zu Fuß auf den Weg, in Eigenregie. Es gibt eine von den größeren Höhlen, die ganz bequem zu Fuß zu erreichen ist. Es ist die Tam Chang Höhle. Ungefähr 200 Meter hoch über dem Fluß gelegen.

Heute ist Sonntag und es ist ganz schön voll. Allzu viele ausländische Touristen gibt es hier nicht, dafür sind sehr viele Einheimische unterwegs.
Die Laoten sind nicht ganz so offen Fremden gegenüber, wie die Vietnamesen es waren. Zurückhaltend, vielleicht auch aus Unsicherheit den Fremden gegenüber.
Aber es gibt sie auch hier, die asiatische Herzlichkeit. Man bekommt doch schon ein Lächeln geschenkt, wenn man sich selber respektvoll benimmt. Freundlich grüßt, selber lächelt und sich eben höflich benimmt. Und hier und da gibt es auch ein „Hello“ oder andere englische Begrüßungsfloskeln und ein „Welcome in Laos“ habe ich auch schon gehört.
Am ungehemmtesten sind natürlich die kleinen Kinder, manchmal winken sie einem zu und rufen ihr „Sabai dii“. Das heißt „Guten Tag“. Allerdings passiert einem das nur in touristisch etwas abgelegenen Gebieten. Wer will denn schon den ganzen Tag „Guten Tag“ rufen müssen, bei so vielen Touris.

Laufe noch etwas durch die Stadt. Kaufe mir eine wasserdichte Hülle für mein Handy. Die hatte ich gestern vermisst. Kostet nur 1 Euro.
Den Rest des Tages vebringe ich in dieser Hängematte, wie auf dem Foto, mit Blick auf den Nam Xong.
Ein Bier dazu, hat aber bei dieser Hitze doppelte Wirkung. Gucke den Leuten beim Gucken von Leuten, beim Kajakfahren und Baden zu. Döse vor mich hin und schlafe schließlich ein.

Nach dem Aufwachen denke ich so nach und nach und kreuz und quer.
Irgendetwas ist mit mir passiert. Gestern, als ich mich mit den Österreichern unterhalten hatte, habe ich schon bemerkt, dass ich viel ruhiger, gedämpfter und langsamer spreche.
Das war früher nicht so. Auch meine Toleranz gegenüber allen Wechselfällen des Lebens ist größer geworden. Der Bus fährt um acht. Niemals! Sicher wird es mindestens halb 10. Egal. Bus kommt an, wenn er da ist.
Hat dieser Tuk-Tuk-Fahrer jetzt zu viel von mir verlangt oder nicht? Phhh, so viel war’s ja auch nicht.
Ich glaube ich bin schon absolut tiefenentspannt, seit ich mich hier im gemütlichem, langsamem Takt dieses Entschleunigungslandes bewege. 🙂

Am Montag, dem 20., steige ich morgens in den Bus nach Vientiane.
Die Fahrt ist diesmal nicht ganz so kurvig. Gut klimatisiert und vor allem schnell. Nach 3 Stunden bin ich schon in Vientiane.

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