Luang Prabang, Stadt der Tempel, 14. und 15. Februar 2017

Luang Prabang, eine Stadt in der man noch das alte Indochina entdecken kann. Viele, viele schicke buddhistische Tempel, die hier Vats heißen, alte Stelzenhäuser, teilweise aus dem 19. Jahrhundert und die Kolonialbauten der Franzosen. Und alles zusammen auf einer langen, schmalen Halbinsel gelegen. Umrahmt vom großen Mekong und dem etwas kleineren Nam Khan, die beide hier zusammentreffen.


Die schmale Holzbrücke auf dem Foto ist übrigens nur in der Trockenzeit vorhanden. Wenn die Regenzeit beginnt wird sie einfach fortgespült und später wieder neu gebaut.

Ich besichtige 3 der bedeutendsten Tempel. Gucke außen, gucke innen, ziehe immer brav die Schuhe aus. um durchzulaufen. Dann genügt es mir aber.
Insgesamt gibt es wohl so an die 40 Stück, die auch alle noch in Betrieb sind. Mönche leben in den Mauern, tun hier ihre Arbeit, leben und studieren den Buddhismus. Sehr beeindruckend finde ich immer die Holzschnitzereien an den Türen und an den Altären.

Trainiert durch die vorausgegangenen Bergbesteigungen mache ich mich auf den Weg auf den Phou Si. Das ist der höchste Punkt über der Stadt. Beim Sonnenuntergang ist es hier so voll, dass man um das schönste Foto kämpfen muß. Das ist mir zu nervig. Ich bin am Vormittag dort oben. Auch ein weiter Blick und kein Gedrängel.

Nach dem „anstrengenden“ Auf- und Abstieg ist es Zeit zum Mittagessen. Es ist jetzt ganz schön heiß geworden. Locker über 30 Grad. Suche einen schattigen Platz.
Auf dem Markt gibt es Huhn-Avocado Sandwich. Viel Sandwich für wenig Geld.
Oh, Mayonnaise war dabei, hoffentlich geht das gut.
Ach was, keine Angst!
Danach Rumsitzen, entspannen und gucken was die anderen so machen.

Weiter: Das Wichtigste der ehemalige Königspalast. Bis 1975 lebte der letzte laotische König hier, mit seiner Familie. Dann wurden alle, von den kommunistischen Machthabern, ins Umerziehungslager Nr. 1 gesteckt. Wo sie bald darauf an Unterernährung starben.
Aus Freude an der Umerziehung kann man schon mal das Essen vergessen.
Der Palst ist immer noch sehr prachtvoll. Viele Kunstwerke aus den verschiedensten Hölzern, Wandmalereien, Gemälde. Möbel aus Teak oder schöne bemalte Wandbehänge. Der Boden ist durchgehend mit edlen Tropenhölzern belegt.
Hier gilt auch ein strenges Reglement. Rucksäcke und Fotoapparate müssen abgegeben werden, Handys haben tief in den Taschen zu verschwinden, Schuhe aus, auf Socken ist erlaubt. Und: Meine Hosen sind zu kurz, sie reichen nicht über die Kniee. Für ein Pfandgeld bekomme ich eine lange Plusterhose und sehe aus wie Kalif Jörg.
Man darf nichts fotografieren. Ich will es heimlich tun, aber überall steht ein Wächter herum. Schade! Traue mich nicht.

In diesen kleinen Bambuskäfigen sind jeweils zwei Vögelchen eingesperrt. So eine Art Finken. Ich weiß nicht was man damit machen soll? Sie werden jedenfalls vor dem Aussichtspunkt verkauft. Vielleicht bringt es ja Glück sie freizulassen. Die werden doch wohl nicht gegessen, ist doch garnichts dran?

Abends gehe ich noch ins Zentrum. Jeden Abend um 5 beginnt der Nachtmarkt. Dafür wird die Hauptstrasse in der Innenstadt abgesperrt. So ist genügend Platz für die ungezählten Verkaufsstände, die sich so in der Länge von einem Kilometer, in Viererreihe die Straße entlangziehen.
Die Sonne ist untergegangen es herrschen angenehme Temperaturen und man kann entspannt die vielen, schönen Dinge betrachten. Vielleicht ist das der Grund warum ich so viel einkaufe. Großer Stoffbeutel, kleiner Stoffbeutel, T-Shirt und Sandalen. Es sind die leuchtenden Indigofarben, die mir so gefallen. Blau ist eben meine Lieblingsfarbe.


Am Mittwoch, 15.02., mache ich wieder einen Bootsausflug. Diesmal aber auf dem Strom der Ströme, dem Mekong, Lebensader des Landes. Es geht zu den Pak-Ou-Höhlen, einer buddhistischen Kultstätte, 25 km den Fluß entlang. Die untere Höhle liegt gegenüber der Mündung des Nam Ou in den Mekong und ist praktischerweise auch gleich Wohnort der Flussgeister, die diese Stelle zu bewachen haben.
Aber Höhlen ist doch ein wenig übertrieben. Es sind mehr so größere Felseinschnitte und nicht sehr lang oder tief.
Schöne Fahrt, gegen den Strom dauert es ungefähr 1,5 Stunden. Man glaubt garnicht wieviele Untiefen es im Fluß gibt und wieviel Treibholz unterwegs ist. Ständig müssen wir ausweichen. Der Bootsführer hat zu tun, aber er kennt sich ja gut aus.

Zurück, mit dem Strom, geht es schon viel schneller, ca. 1 Stunde.
Ich lerne Anika aus Stuttgart kennen. Sie hat ihre Jugend in China und Japan verbracht, weil ihre Eltern dort Arbeit hatten. Interessant, sie kennt sich gut aus in Asien. Wir gehen noch Kaffeetrinken, endlich mal wieder auf deutsch unterhalten.
gehe noch fein essen. Diesmal Steak vom laotischen Rind. Kann man aber nicht täglich machen, ganz schön teuer. 16 € mit einem Bier.

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